Keine Angst vor der Zukunft

Mit Matthias Horx, einer der einflussreichsten Trend- und Zukunftsforscher unserer Zeit, hielt anschließend sein Referat zum Thema „Die Welt im Wandel“.

Nach seinem humorvollen Einstieg („Meine digitale Alarmanlage ist mein Hund“), hat Matthias Horx die Macht der Megatrends in Form einer U-Bahnnetzübersicht dargestellt. Hiermit zeigt sich am deutlichsten die komplexe Vernetzung der Globalisierung. Anhand von Fragen an das Publikum nach Globaler Lebenserwartung, Anteil der Analphabeten, Anzahl der Opfer von Naturkatastrophen, Kindersterblichkeit und Armut (die Mehrheit hat die Zahlen falsch eingeschätzt), hat er die Erfolge der Globalisierung dargestellt. „Wir nehmen zu sehr das Negative und die Katastrophen wahr und übersehen dabei den positiven Trend seit Beginn der Industrialisierung“. „Angst ist ein Baustein der menschlichen Evolution, es ist aber gefährlich, wenn damit Politik gemacht wird.“

 

Die Wachstumszentren der Welt sind die Städte. Es zeichnet sich hier ein Trend zur energieeffizienten, intelligenten Stadt ab. Mehrere Beispiele gelungener Architektur von Städten, im Zusammenleben von Natur und Nahrungsmittelproduktion gibt es bereits. Bei der zukünftigen Energieversorgung stehen wir erst am Anfang der technologischen Entwicklung, ebenso bei der Wasserproduktion. Das Ende des Ölzeitalters zeichnet sich ab. Das Geheimnis der Mobilität der Zukunft ist die vernetzte Infrastruktur. Die neue Flüssigkeit der Welt sind Daten. Matthias Horx bezeichnet sie als das digitale Omega. Der Strukturwandel stellt gerade an Ingenieure hohe Erwartungen. Wenn wir die Digitalisierung sinnvoll nutzen, so brauchen wir keine Angst vor der Zukunft haben. Die Zukunft hat eben erst begonnen.

In der anschließenden Diskussionsrunde findet Matthias Horx, dass wir aus der derzeitigen Krise lernen sollten. Erwachsen werden heißt für ihn, mit der Angst umgehen können. Leider ist in der medialen Wahrnehmung ein Hysterie Trend zu verzeichnen, um Aufmerksamkeit durch Polarisierung zu erreichen.

ubar